Herzlich Willkommen!

„Die Heldenreise“ und unsere weiterführenden Seminar-Angebote dienen der Persönlichkeitsentwicklung. Sie richten sich an alle Menschen, die sich mehr Klarheit und Lebensfreude wünschen. In unseren Seminaren können die Teilnehmer tiefer mit sich selbst und mit ihren Mitmenschen in Verbindung kommen. Dadurch kann ihr Selbstbewusstsein steigen, so dass sie mehr Handlungsfähigkeit, soziale Kompetenz und ein Gefühl der Stimmigkeit für ihr Leben erlangen können.

Wir sind stolz darauf, nach 10 Jahren mittlerweile mehr als 40 „Heldenreisen“ pro Jahr anbieten zu können. Damit verwirklichen wir unser wichtigstes Anliegen, die Seminare möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. So haben wir seit 2007 mehr als 3.000 Menschen die „Heldenreise“ ermöglicht und sie dabei durch das Abenteuer der kreativen Selbsterfahrung begleitet.

Unser therapeutischer Ansatz und unsere wertschätzende Haltung den Teilnehmern gegenüber beruhen auf den Grundlagen und Methoden der Humanistischen Psychologie. Wir holen die Menschen da ab, wo sie gerade im Leben stehen und begleiten sie in ihren individuellen Lebens- und Wachstumsprozessen.

Unser besonderes Spendenkonzept ermöglicht allen Interessierten die Teilnahme an unseren Seminaren. Die Teilnehmenden bezahlen im Vorfeld nur eine Selbstkostenpauschale für Unterkunft und Verpflegung. Im Anschluss an die Seminare gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, unsere Arbeit mit Spenden zu unterstützen, um auch allen zukünftig Interessierten die Teilnahme an unseren Seminaren zu ermöglichen.

Aufgrund ihrer Begeisterung für die Philosophie, Menschen unabhängig von ihrem sozialen Kontext Selbsterfahrung zu ermöglichen, engagieren sich mehr als 800 zufriedene Seminar-TeilnehmernInnen durch eine Mitgliedschaft im Förderverein Irgendwie Anders e.V.

Unser therapeutischer Ansatz

Wie dich unsere Seminare unterstützen

Es ist uns ein besonderes Anliegen, jeden Einzelnen und jede Einzelne genau dort abzuholen, wo er oder sie gerade im Leben steht.

Viele Menschen glauben, sie müssten sich verändern, um irgendwann in der Zukunft an einem Punkt anzukommen, an dem sie endlich „gut genug“, „fertig“ oder einfach „glücklich“ sind. Solche in die Ferne ausgerichteten Denkmuster hindern uns aber daran, den Moment zu (er-)leben und der Mensch zu sein, der wir jetzt gerade sind. Und genau genommen können wir doch gar nicht anders, als genau dort zu beginnen, wo wir im Augenblick stehen. Wir werden vom Leben mit uns selbst beschenkt, wenn wir damit aufhören, etwas zu wollen, was gerade im Moment einfach nicht da ist oder etwas nicht zu wollen, was gerade ist.

Mit unseren Seminaren wollen wir die Menschen dabei unterstützen, mutig alles anzunehmen und zu leben, was jetzt gerade zu ihnen gehört: Freude und Schmerz, Klarheit und Zweifel, Ruhe und Sturm, Alltag und Höhenflüge. Je mehr sie sich erlauben, all diese Facetten zu erleben, desto flexibler können sie im Umgang mit den Gegebenheiten des Lebens werden, desto mehr Handlungsspielraum erlangen sie, um ihr Leben bewusst zu leben und auf die jeweiligen Umstände zu reagieren. Es zählt zu den wesentlichen Zielen unserer Arbeit, unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Richtung einer annehmenden Haltung zu unterstützen.

Glückliche Menschen zeichnen sich unter anderem durch ein gesundes Selbstvertrauen aus. Dieses äußert sich beispielsweise darin, dass man sich selbst als handlungsfähigen Menschen erlebt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Fähigkeit, mit sich selbst und anderen in Kontakt gehen zu können, ein wesentlicher Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. 
Sich selbst auf diese Weise als einzigartigen Menschen zu erleben, der - wie die anderen auch - Ecken und Kanten zeigen darf, stark und schwach sein darf, das führt zu mehr Vertrauen in die eigene Person, in die Welt und in das Leben.

 

Der theoretische Hintergrund: Die Humanistische Psychologie

Im Jahre 1962 gründeten Charlotte Bühler, Abraham H. Maslow, Carl Rogers u.a. die Gesellschaft für Humanistische Psychologie. Die Gesellschaft entwickelte sich aus den Quellen des Existentialismus, den Ansichten der humanistischen DenkerInnen und den Ergebnissen der Gestaltpsychologie. Mit der Gründung wollte man sich explizit von dem monokausalen, mechanistischen und deterministischen Verständnis der Psychoanalyse sowie von dem Reiz-Reaktions-Modell der Behavioristen abgrenzen.

Der Begriff „Humanistische Psychologie“ definiert sich jedoch weniger über eine gemeinsame Theorie als vielmehr über ein gemeinsames Menschenbild und einige grundsätzliche Übereinstimmungen in den Prinzipien therapeutischer Arbeit. Im Vergleich zu anderen Richtungen betrachtet die Humanistische Psychologie den Menschen nicht bloß als ein reagierendes, sondern vor allem als ein agierendes Wesen. Die Kernfrage in der Humanistischen Psychologie ist somit nicht das „Warum“ sondern das „Wie“.

Das Ziel der Humanistischen Psychologie ist es, das Streben des Menschen nach Selbstverwirklichung und persönlicher Entfaltung, nach Sinnfindung und individuellem Wachstum zu fördern. Von zentraler Bedeutung ist dabei, den Menschen im Kontakt mit sich selbst und seiner Umwelt zu qualifizieren und ihn mit Kompetenzen auszustatten, die es ihm ermöglichen, seine individuelle Verantwortung im gesellschaftlichen Ganzen wahrzunehmen.

Zu den therapeutischen Hauptrichtungen der Humanistischen Psychologie gehören beispielsweise die Gestalttherapie (Fritz Perls), die Gesprächspsychotherapie bzw. die klientenzentrierte Psychotherapie (Carl Rogers) und die Transaktionsanalyse (Eric Berne).

 

Wie wir in den Seminaren arbeiten (Methoden)*

Unsere Seminare finden in geschützter Atmosphäre und in kleinen Gruppen von rund 15 Personen statt. Begleitet und angeleitet werden die Gruppen von mindestens zwei professionellen LeiterInnen, die auf gestalttherapeutischer Grundlage ausgebildet worden sind.

Das therapeutische Konzept unserer Seminare basiert auf den Methoden der Humanistischen Psychologie (z.B. Gestalttherapie und Bioenergetik), welche unter anderem darauf abzielen, das Potential des Menschen zu fördern und den Menschen ein Gefühl von innerer Stimmigkeit zu vermitteln. In methodischer Hinsicht gehen unsere Seminare also weit über die Vermittlung kognitiver Erkenntnisse hinaus. Vielmehr zielen sie auf eine ganzheitliche Erfahrung ab, die Kopf, Herz und Bauch in Einklang bringt und tatsächliche Transformation ermöglichen soll.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Prozesse, die ausschließlich vom Kopf her verstanden, aber nicht wirklich durchlebt, gefühlt und körperlich erfahren worden sind, zwar gute Erkenntnisse, aber wenig konkrete und nachhaltige Veränderungen mit sich bringen. Ganz anders ist es, wenn einmal im Prozess erfahren wird, wie sich die gewünschte Veränderung als quasi gelebte Vision anfühlt (verstanden, gefühlt und in Bewegung gebracht wurde). Diese umfassende Erfahrung birgt in sich sehr viel Potential für tatsächliche Veränderungen. Es ist dann kaum mehr möglich, sich entgegen dem zu verhalten, was einmal als innerlich stimmig erlebt wurde.

Vor diesem Hintergrund arbeiten wir in unseren Seminaren mit verschiedenen Techniken, welche die Ebenen Verstand, Körper und Gefühl gleichermaßen ansprechen.

Einige Methoden-Beispiele:

  • Einzel-, Partner-, und Gruppenübungen
  • Körper- und Gestaltarbeit (Tänze, Atemübungen)
  • Imaginationsübungen (Phantasiereisen)
  • Meditationen und Achtsamkeitsübungen
  • Inszenierungen, Rollenspiele und Rituale

 * Die Angaben beziehen sich auf die meisten unserer Rebillot-Seminare. Bei einigen wenigen Seminaren kann es beispielsweise Abweichungen in der Anzahl der TeilnehmerInnen geben.

Geschäftsleitung & Verwaltung

Die Organisatoren kennenlernen...

Wie alles anfing...

Zur Geschichte von Irgendwie Anders

Die Geschichte von Irgendwie Anders ist eng verwoben mit Ulrich Reichert, einem der Gründer des Vereins Irgendwie Anders e.V. Ulrich Reichert lernte Paul Rebillots „Heldenreise“ in den 1990er Jahren in der Jugendbildungsstätte in Königsdorf bei München kennen. Seine eigene „Heldenreise“ erlebte Ulrich Reichert als intensive Erfahrung, die den Anfang seiner persönlichen Selbsterforschung darstellte. Begeistert von seinen Erlebnissen absolvierte er eine Ausbildung zum Gestalttherapeuten und zusätzlich bei Paul Rebillot die Master-Class an der „School of Gestalt and Experiential Teaching“.

Nach seiner Ausbildung zum Seminarleiter bot Ulrich Reichert im Jahr 2006 unter dem Projektnamen Irgendwie Anders die erste „Heldenreise“ an. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit diesem Projekt wurde am 14.10.2007 der Verein Irgendwie Anders e.V. gegründet. Im Vordergrund der Projekt- und Vereinsgründung stand das Anliegen, das heilsame Potential der gestalttherapeutischen Persönlichkeitsbildung und insbesondere Paul Rebillots kreative Prozessarbeit weiterzugeben.

Und noch ein weiteres wichtiges Element sollte den Verein prägen: Im Rahmen der Teilnahme an zahlreichen kostenfreien Meditations-Seminaren hat Ulrich Reichert selbst erlebt, dass eine Haltung des Schenkens-und-beschenkt-Werdens einen positiven Einfluss auf das persönliche Wachstum haben kann. Diese besondere Art der Weitergabe von Erfahrungen, deren Wert monetär ohnehin kaum zu erfassen ist, hinterließ bei ihm ein Gefühl der Stimmigkeit und Dankbarkeit.

So entstand die Idee, die Rebillot-Seminare über den Verein Irgendwie Anders e.V. als Geschenk anzubieten. Weitgehend unabhängig von den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten sollte jedem Interessenten der Zugang zu den Seminaren und damit verbunden die persönliche Weiterentwicklung ermöglicht werden.

Für viele Menschen markiert die „Heldenreise“ den Beginn einer ganz neuen Art von Lebensgefühl, Kraft und Vertrauen in sich selbst und in das Leben. Diese wertvolle Erfahrung möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, ist bis heute oberstes Ziel des Vereins.

Am 18.02.2014 wurde die gemeinnützige Gesellschaft „Irgendwie Anders gGmbH“ gegründet. Die Gesellschaft übernahm die unternehmerische Verantwortung mit allen Rechten und Pflichten sowie den Vereinszweck vom bisherigen Trägerverein Irgendwie Anders e.V. Zeitgleich wurde der Verein in einen gemeinnützigen Förderverein umgewandelt. Das primäre Ziel des Vereins ist die Beschaffung von Mitteln für die Durchführung der Seminare. Der Förderverein wird unterstützt von rund 800 Mitgliedern, die sich in besonderem Maße mit den Angeboten von Irgendwie Anders identifizieren und die Arbeit langfristig unterstützen wollen. Für seine Mitglieder regt der Verein bundesweit Helden-Stammtische als Netzwerktreffen an und organisiert seit 2009 das jährliche Helden-Festival.

Seit 2010 bietet Irgendwie Anders eine einjährige Ausbildung an, die die AbsolventInnen zur Durchführung von „Heldenreisen“ befähigt. Die Ausbildung vermittelt praxisorientiert gestalttherapeutische Grundlagen sowie die kreativen Methoden der „Heldenreise“ nach Paul Rebillot. Nach Abschluss der Ausbildung sind die AbsolventInnen in der Lage, im Team mit einem ausgebildeten Gestalttherapeuten „Heldenreisen“ zu organisieren und durchzuführen. In Erweiterung zu diesem Angebot wird erstmals seit 2016 zusätzlich eine zweijährige Ausbildung zum Gestalttherapeuten bzw. zur Gestalttherapeutin angeboten.

Heute ist Irgendwie Anders der größte Anbieter von „Heldenreisen“ und weiterführenden Rebillot-Seminaren im deutschsprachigen Raum. 2015 wurden 33 „Heldenreisen“ an 8 Standorten in Deutschland und Österreich durchgeführt. 2016 werden es bereits insgesamt 38 „Heldenreisen“ sein und 2017 mindestens 40.

Seit Januar 2016 betreibt Irgendwie Anders zunächst auf Pachtbasis ein eigenes Seminarzentrum in Warmensteinach (bei Bayreuth), wo neben der „Heldenreise“ die meisten weiterführenden Rebillot-Seminare durchgeführt werden. Da das Haus ein ideales Umfeld für unsere Seminare bietet, werden derzeit Finanzierungsmöglichkeiten für den Kauf geprüft. 

Paul Rebillot

Der Begründer der "Heldenreise"

Paul Rebillot wurde 1931 in Detroit (USA) geboren und studierte zunächst Philosophie und Theaterwissenschaften. Im Jahr 1958 schloss er sein Studium mit dem Mastergrad in „Education and Theater Art“ ab. Anschließend arbeitete er als Regisseur, Schauspieler und Ausbilder.

Infolge einer tiefgreifenden persönlichen Krise zog sich Rebillot von seiner Arbeit zurück und begann intensiv zu meditieren. Im Kontext der Meditationen erlebte er außergewöhnliche Bewusstseinszustände, die sein Interesse an Psychologie und Psychotherapie weckten. Geprägt durch diese Erfahrungen führte ihn sein weiterer Weg an das Esalen-Institut (Kalifornien, USA), wo er von Dick Price in Gestalttherapie ausgebildet wurde. In Esalen lernte er auch Joseph Campbell und dessen Mythenforschung kennen. Vor dem Hintergrund dieser Begegnung entwickelte er seinen ersten gestalttherapeutischen Prozess, „Die Heldenreise“.

1988 gründete Rebillot die „Schule für Gestalt und Erfahrungslehre“ (School of Gestalt and Experiential Teaching) in der Schweiz, die in einer dreijährigen Berufsausbildung eine Verbindung von Gestalttheorie und Gestalttherapie mit Theater, Ritual, Mythos und Gruppenprozessen zu vermitteln suchte. Ab 1996 leitete er gemeinsam mit Ilse Schmidt-Zimmermann eine neue Ausbildung für Übergangsrituale in Frankfurt. Außerdem lehrte Paul Rebillot über 25 Jahre am Esalen-Institut sowie an verschiedenen europäischen Zentren für Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung.

Vor dem Hintergrund seiner Theaterarbeit, der Gestalttherapie und verwandter humanistischer Therapiemethoden (holotropes Atmen, Familienaufstellung, Psychodrama, Körperarbeit nach Reich etc.) entwickelte Paul Rebillot über zwanzig Prozesse für kreative Selbsterfahrung. Zu den bekanntesten zählen die Seminare, die heute von Irgendwie Anders angeboten werden: „Die Heldenreise“, „Der Schatten“, „Lover`s Journey“, „Family Circles“ und „Tod und Auferstehung“.

Paul Rebillot verstarb am 11. Februar 2010 im Alter von 78 Jahren.