Budōtherapeutische Wege zum Umgang mit Wut und Aggressionen
Wut und Aggressionen, Ohnmacht, Verlust der Impulskontrolle, Gewalt – diese Phänomene erleben Menschen alltäglich. Wie ordnen wir diese Phänomene ein? Wie können wir Menschen in ihrer emotionalen Regulierung stützen? Und können wir Grenzüberschreitungen und Grenzverletzungen begegnen und einen Umgang mit eskalierenden Konflikten finden?
Dieses Seminar lädt dazu ein, verschiedene Herangehensweisen und Handlungsmöglichkeiten aus budōtherapeutischer Perspektive auszuloten:
- Persönlich – im Sinne einer Stärkung der Fähigkeit zur Selbstregulation, Selbstbehauptung und Selbstkontrolle.
- Zwischenmenschlich – im Sinne von gegenseitiger Achtsamkeit, kooperativem Miteinander und Konfliktfähigkeit.
- Und der Welt gegenüber – im Sinne einer bewussten Verantwortung für eine demokratische, friedfertige Gesellschaft und dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen.
Die Budōtherapie (Budō = Kampfkunst) ist ein kampfkunstorientierter methodischer Schwerpunkt der Leib- und Bewegungstherapie (Leib = der gelebte, erlebende Körper), eingebettet in das Verfahren der Integrativen Therapie (nach Hilarion G. Petzold, Ilse Orth, Johanna Sieper u.a.).
Dosiert und achtsam werden wir uns in verschiedenen budōtherapeutischen Übungen an verschiedene Wege zum Umgang mit Wut und Gewalt herantasten und in einem geschützten Raum gemeinsam ins Üben und Erfahren kommen.
Über das eigenleibliche Spüren und Erfahrungen von vitaler Evidenz können Menschen zunehmend einen Zugang zu sich selbst finden, Qualitäten des Mitmenschlichen erfahren, die sie auf ihrem Lebensweg vielleicht entbehren mussten, wichtige Anregungen und Erlebnisaktivierungen erhalten und ein solidarisches Miteinander erleben.
Beweglichkeit und Sportlichkeit sind keine notwendigen Voraussetzungen für das Seminar. Lockere Kleidung ist für die Übungen angenehm.