7. Intensivum

Spiel, Provokation und mörderische Wut

Absichtslos spielen - anstatt sich zu entwickeln.

In diesem Intensivum geht es insbesondere um Experimente im Rahmen der Gestalttherapie. In der Gestalttherapie werden alte und gewohnte Verhaltensweisen deutlich gemacht und neue, womöglich „Angst-erregende“ Möglichkeiten des Verhaltens erforscht und direkt ausprobiert. Als Therapeut ist es dabei wichtig, Grundmethoden zu kennen, um kreative, auf die Person angepasste Experimente entwickeln zu können. Grundtechniken können sein: Arbeit mit dem leeren Stuhl, Arbeit mit inneren Repräsentanzen durch Selbstgesprächs-Techniken, Phantasie-Gesprächstechnik, Ausdrucksarbeit mit Körper und Stimme sowie Aufstellungsarbeiten.

In diesem siebten Modul beschäftigen wir uns zudem mit der „Lebens-Inszenierung“ der Klientin. Die Haltung von „Therapie als Spiel“ macht es möglich, unabhängiger, offener und freier zu agieren. Wir geben uns die Erlaubnis, uns auszuprobieren und haben weniger Angst vor Fehlern, weil wir sie als wertvolle Perlen für die Therapie begreifen. Therapie als Spiel bedeutet eine positive Fehlerkultur. Wie im wirklichen Leben reifen Beziehungen an konstruktiv durchgearbeiteten Konflikten.

Auch die Methode der humorvollen Provokation werden wir hier erforschen. Wenn wir die zweifelnde Stimme des Klienten annehmen, wird auf spielerische Ebene sein innerer Konflikt in der Beziehung zwischen ihm und uns aktualisiert. So ist es möglich, beide Seiten anzusehen und die Dynamik darin zu erforschen.  

Im Rahmen von praktischen Übungen bekommst du außerdem Gelegenheiten, dich mit dem Thema der mörderischen Wut auszuprobieren. Das soll dich dabei unterstützen, mutiger auch mit dieser oftmals angsteinflößenden Emotion umzugehen und kreativer in der gemeinsamen Arbeit mit deiner Klientin zu werden.